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21. November 2016, 09:35

Trink mal: ein Glas heißes Wasser...

'Waaas, echt?' das Gesicht meines Klienten zeigt Zweifel, Irritation und leichtes Entsetzen.
Wasser? Und dann noch heiß?
Wer trinkt denn sowas?
Und warum?
Ich kenn den Blick schon und muss lachen. Alle meine Klienten und Kursteilnehmer schauen mich anfangs so an, wenn ich mit einem Glas heißem Wasser auftauche und auch noch empfehle, das öfter mal zu trinken...
Aber, der Zweifel legt sich meist nach einer Phase 'Jugend forscht', also ausprobieren im Alltag.
Und, zur allgemeinen Überraschung: es nutzt!

Nur, warum bloß?

Nehmen wir mal meinen oben erwähnten Klienten. Er arbeitet im Büro, hat einen arbeitsintensiven Job, sitzt am Computer. Sein Nacken ist oft verspannt, manchmal auch der untere Rücken. Er hat lange und intensive Arbeitsphasen hinter sich und ist müde.

Was passiert im Körper während wir auf diese Weise arbeiten?
Ein Großteil der vorhandenen Energie wird dort zur Verfügung gestellt, wo sie gebraucht wird:
- im Bereich Funkverbindungen im Gehirn
- die Finger sausen über die Tasten
- die Augen beobachten den Bildschirm und seine Inhalte
- evtl. telefonieren wir dabei auch noch (Ohr und Mund)

Körperlich 'frieren' wir dafür ein, um fokussiert zu bleiben. Faszien und Muskeln 'rasten' in einer Haltung ein, die uns anhaltendes Arbeiten ermöglicht.
Die Wärme wird im Körper oft deutlich heruntergefahren.

Währenddessen 'glühen' unsere Funkdrähte im Gehirn auf vollen Touren. Es entsteht eine große Wärme.
Das Gehirn benötigt dafür genügend Wasser, damit es nicht überhitzt.
Der Körper stellt Wasser aus dem Körper zur Verfügung und zieht zur Not Wasser aus Gewebestrukturen, z.B. aus dem Nackenbereich... und AHA! deshalb verkürzen die Faszien und Muskeln, der Nacken spannt an und wird fühlbar immer fester...
Es entstehen:
- Nacken- und Schulterspannungen
dazu gerne auch:
- anhaltende Verspannungen im unteren Rücken
- Müdigkeit durch fehlende 'Wasserregeneration'

Um aus diesem Kreislauf herauszukommen hilft: heißes Wasser

Heiß, weil wir es dem Körper dadurch leicht machen, das Wasser wirklich aufzunehmen. Er muss es nicht noch aufwärmen, um es verwenden zu können, sondern er kann auch die Wärme direkt verwerten.
Die Körperwärme steigt wieder, die Gewebestrukturen entspannen unter der neuen Wasserzufuhr.
Aber die größte Entspannung entsteht durch die kleinen, frischen Wasseranteile für unsere Funksteuerung im Gehirn.

Man muss im Bereich der Wasserregeneration gar nicht viel trinken. Immer mal wieder ein kleines (!) Glas heißes Wasser.
Nicht mehr als 100 ml/pro Stunde, denn kleine Mengen Wasser können vom gesamten Organismus direkt gut genutzt werden.
(Viel größere Mengen würden schnell über die Niere wieder abgeben.)

Wer meinen Blog kennt, der hat schon öfter gelesen:
einfach mal Ausprobieren! ..gut bewährt hat sich eine ganze Woche Testphase. Dann bekommt man eigentlich ein ganz gutes Gespür für den eigenen Bedarf.

Wer allerdings schon lange 'Altspannungen' mit sich herumträgt, der kann die eigene Regeneration in Kombination mit Entspannungsmassagen (mind. 45-60 Min.) kombinieren und/oder abends mal auf die Faszien- oder Pilatesrolle gehen.
Danach noch ein Glas - Sie ahnen es schon - heißes Wasser... Perfekt!

Viel Spaß beim Ausprobieren..
und vor allem:
Viel Erfolg

Allen einen guten Wochenstart!

Viele Grüße

Ulrike

Redakteur

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